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„Niemand stirbt für sich allein“

Foto: Landkreis Barnim/Robert Bachmann Gemeinsam mit Vertretern der Feuerwehren und des Rettungsdienstes pflanzten Landrat Daniel Kurth (2.v.l.) und Friedhelm Boginski (l.), Bürgermeister der Stadt Eberswalde, im Rahmen des bundesweiten Gedenktags für die Corona-Toten eine Elsbeere vor dem Impfzentrum in Westend. Foto: Landkreis Barnim/Robert Bachmann

Landkreis Barnim und Stadt Eberswalde gedenken den Corona-Toten

Auf Initiative des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier fand am Sonntag, 18. April ein bundesweiter Ehrentag für die Corona-Toten statt. Auch im Landkreis Barnim wurde den Verstorbenen im Zusammenhang mit Covid-19 gedacht. Als Zeichen des Gedenkens und künftiger Ort der Erinnerung pflanzten Bürgermeister Friedhelm Boginski und Landrat Daniel Kurth vor dem Impfzentrum der Stadt Eberswalde im Westend eine Elsbeere.

In seiner Ansprache würdigte Landrat Daniel Kurth die immense Opferbereitschaft, die die Pandemie uns allen tagtäglich einfordert: „Bei allen Einschränkungen, die uns der Kampf gegen die Ausbreitung des Virus abnötigt, nehmen wir besonders schmerzlich die zahlreichen Menschen zur Kenntnis, die in Folge der Pandemie ihr Leben lassen mussten. Den Angehörigen und Hinterbliebenen gilt unser Mitgefühl."

Am 3. April 2020 ist der erste Mensch im Landkreis Barnim im Zusammenhang mit dem SARS-CoV-2-Virus verstorben, erklärte Kurth. Mittlerweile sei die Zahl auf mehr als 200 angestiegen. „Heute wollen wir diesen Menschen gedenken und Zeichen, dass die Gesellschaft ihnen gedenkt", sagte Kurth.

Gemeinsam mit Vertretern der Feuerwehren und des Rettungsdienstes pflanzten Bürgermeister Boginski und Landrat Kurth vor dem Eberswalder Impfzentrum im derzeit stillgelegten Freizeitbad baff eine Elsbeere. Vielen Angehörigen, Familien und Freunden habe die Pandemie einen angemessenen Abschied verwehrt, betonte der Bürgermeister. Der Baum solle daher nicht nur ein Symbol des Gedenkens sein, sondern künftig auch als Ort der Erinnerung dienen.

Neben den Verstorbenen und ihren Hinterbliebenen, denen der Gedenktag gewidmet war, verwies der Landrat auch auf diejenigen Menschen, die nur mittelbar mit den Verstorbenen verbunden sind, die deren Schicksal jedoch unmittelbar teilen: „Niemand stirbt für sich alleine. An jedem tragischen Schicksal in dieser Pandemie hängt immer auch eine Vielzahl an Menschen, die sich dem Kampf gegen das Virus sowie der Sorge um die Betroffenen verschrieben haben. Unsere Gedanken sind deshalb nicht nur bei den Verstorbenen und den Hinterbliebenen, sondern auch bei den vielen Menschen, die zur Eindämmung des Virus seit Monaten in Sonderschichten arbeiten und das Leid, welches das Virus über uns bringt, in besonderer Weise mittragen."

In diesem Zusammenhang bedankte sich der Landrat bei den Ärzten und Pflegekräften in den Kliniken, Praxen und Pflegeeinrichtungen, den Rettungskräften, den Beschäftigten in den Gesundheitsämtern, den Hilfsorganisationen und der Bundeswehr, den Ordnungsbehörden und der Polizei sowie allen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Unterstützern, die sich im Rahmen von Testungen, Impfungen und weiteren Hilfsangeboten engagieren. Nicht zuletzt dankte Kurth allen Bürgerinnen und Bürgern, insbesondere den derzeit stark belasteten Eltern und Lehrkräften, die die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie noch immer mittragen. „Sie leisten einen wichtigen Beitrag dazu, dass sich das Virus und das damit verbundene Leid nicht ungehemmt ausbreiten kann", so Landrat Kurth abschließend.

Rund 50 Personen waren zu der offiziellen Gedenkveranstaltung der Stadt Eberswalde erschienen. Darunter Vertreter der Stadt, des Landkreises, des Rettungsdienstes und der Ordnungsbehörden. Aufgrund des nach wie vor dynamischen Infektionsgeschehens hatten Stadt und Landkreis im Vorfeld dazu aufgerufen, die Teilnehmerzahl vor Ort möglichst gering zu halten.

Parallel zur Gedenkveranstaltung vor dem Impfzentrum hatten die Kirchen im Kreisgebiet ein gemeinsames Glockengeläut um 13 Uhr angestimmt. Zusätzlich hingen die Fahnen an öffentlichen Einrichtungen landesweit auf Halbmast.

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