Title

Obstbaumalleen kehren zurück in den Barnim

Foto: Landkreis Barnim Die Hirschfelder Sonja und Max Moor (Foto) haben die Idee für die Obstbaumpflanzaktion gemeinsam mit dem Ortsbeirat Hirschfelde eingebracht. Foto: Landkreis Barnim

Landkreis Barnim unterstützt Baumpflanzaktion in Werneuchen

04. Juni 2021

Unter dem Motto „Wir pflanzen an – Obstbaumalleen zurück in den Barnim" wurden am vergangenen Mittwoch, 2. Juni rund 100 Obstbäume entlang eines Radwegs zwischen der Stadt Werneuchen und dem Ortsteil Hirschfelde gepflanzt. Auch der Landkreis Barnim hatte sich an der Aktion beteiligt.

Neben den klassischen Alleen aus Linde, Eiche und Ahorn gehörten Obstbäume früher zum gängigen Landschaftsbild im Landkreis. Heutzutage sind die „fruchtfallenden Bäume" kaum noch bei der Alleenbepflanzung zu finden, da mittlerweile vorwiegend Linden gepflanzt werden. Beginnend mit der Baumpflanzaktion in Werneuchen soll die alte Obstbaumkultur im Barnim nun wieder aufleben.

Angeregt wurde die Aktion vom Ortsbeirat Hirschfelde, welcher die Idee gemeinsam mit den Einwohnern Sonja und Max Moor bei der Stadt Werneuchen einbrachte. Die sowohl für ihr Engagement in der Region als auch für die Medienpräsenz des Schauspielers und Fernsehmoderators bekannte Familie Moor lebt seit mehr als 17 Jahren im Werneuchener Ortsteil Hirschfelde.

In seinen Grußworten dankte Bürgermeister Frank Kulicke dem sowohl den ideellen Paten des Projekts als auch den zahlreichen Unterstützern. „Bäume sind Lebensspender", betonte Kulicke den ökologischen Mehrwert des Projekts. „Sie spenden Sauerstoff und Schatten, senken die Umgebungstemperaturen, erhalten die Lebensräume für Vögel und Insekten, filtern Schadstoffe aus der Luft und erhalten die biologische Vielfalt", lobte der Bürgermeister die gelungene Idee und ihre Umsetzung.

Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf insgesamt 12.000 Euro. Allein 8000 Euro davon kamen durch Spenden zusammen. Zu den Unterstützern gehören die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, Die Sparkasse Barnim, die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, die Einzelhandelskette Aldi und weitere Sponsoren. Neben der Stadt, die sich mit Eigenmitteln in Höhe von 2000 Euro an dem Projekt beteiligt, kamen noch einmal 2000 Euro über eine Zuwendung des Landkreises hinzu.

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen", zitierte Landrat Daniel Kurth den Reformator Martin Luther und verwies damit zugleich auf den Apfelbaum als Hoffnungsträger. Der Zeitpunkt für die Aktion hätte nicht passender gewählt werden können. Angesichts der aktuell stark sinkenden Infektionszahlen und Inzidenzwerte im Landkreis kommen neben den Obstbaumalleen nun auch wieder die Freiheiten Stück für Stück zurück, so der Landrat. Auch er lobte das Projekt für seinen sowohl ökologischen als auch emotionalen Nutzen: „Um den Klimaschutz voranzubringen, müssen wir die Menschen nicht nur rational überzeugen, sondern im Herzen ansprechen. Genau das ist mit dieser Aktion ganz hervorragend gelungen."

Gepflanzt wurden Obstbäume in verschiedenen alten Sorten. Damit kehren u.a. Birnen-, Kirschen und Apfelbäume mit so wohlklingenden Namen wie „Der Schöne aus Nordhausen" zurück in den Barnim.

Ausgeführt wurden die Baumpflanzungen durch die Barnimer Baumschulen Biesenthal. In dem Arbeitsgebiet der Hoffnungstaler Werkstätten gGmbH werden überwiegend gehandicapte Menschen beschäftigt. Mit bester Laune bei bestem Wetter kümmerten sie sich um die fachgerechte Ausführung der komplexen Arbeiten: Pflanzgrube ausheben, Wühlmausschutz einbringen, Bodenverbesserung (OSCORNA-Bodenaktivator) einbringen, Pflanzschnitt der Baumkrone, Gehölz höhenrichtig setzen, Dreibock bzw. Pfahl stellen, Kokosbindung, Pflanzgrube verfüllen, Gießring erstellen, Anwässern (Wasser bauseitig) und Gießring abmulchen.

Aus Sicht aller Beteiligten war die Aktion ein voller Erfolg – „Eine tolle Aktion, die hoffentlich viele Nachahmer findet", wie auch der Landrat abschließend befand.

Robert Bachmann
Pressesprecher

Foto Landkreis Barnim Legten während der Baumpflanzung auch selbst Hand an: Landrat Daniel Kurth (li.) und der Bürgermeister der Stadt Werneuchen Frank Kulicke. Foto Landkreis Barnim

Feedbackformular

Page 1