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Bundesweiter Warntag 2026

, Landkreis Barnim

Landkreis Barnim informiert über Ablauf und Warnsysteme

Am Donnerstag, dem 10. September 2026, findet erneut der bundesweite Warntag statt. Um 11:00 Uhr testen Bund, Länder und Kommunen gemeinsam die Warnsysteme in Deutschland. Ziel des Aktionstages ist es, die technische Warninfrastruktur zu erproben, mögliche Verbesserungsbedarfe zu erkennen und die Bevölkerung mit den verschiedenen Warnmitteln sowie dem richtigen Verhalten im Ernstfall vertraut zu machen. Gegen 11:45 Uhr erfolgt die Entwarnung.

Landrat Daniel Kurth betont: "Eine funktionierende Warninfrastruktur kann im Ernstfall Leben retten. Der bundesweite Warntag bietet die Möglichkeit, unsere Warnsysteme unter realitätsnahen Bedingungen zu testen und zugleich das Bewusstsein der Bevölkerung für mögliche Gefahrenlagen zu stärken. Gerade angesichts zunehmender Extremwetterereignisse und einer veränderten sicherheitspolitischen Lage gewinnt das Thema Bevölkerungsschutz weiter an Bedeutung."

Warnung über verschiedene Kanäle

Am Warntag wird eine Probewarnung über das Modulare Warnsystem (MoWaS) des Bundes ausgelöst. Von dort aus werden die Warnmeldungen zeitgleich über zahlreiche Warnkanäle verbreitet. Dazu gehören unter anderem:

  • Cell Broadcast auf kompatiblen Mobiltelefonen,
  • Warn-Apps wie NINA, KATWARN und BIWAPP,
  • Radio und Fernsehen,
  • digitale Informationstafeln,
  • Internetportale sowie
  • Sirenen und weitere kommunale Warnmittel.

Cell Broadcast erreicht alle empfangsfähigen Mobiltelefone innerhalb einer Funkzelle, ohne dass hierfür eine App installiert oder persönliche Daten übermittelt werden müssen. Dadurch zählt dieser Warnkanal inzwischen zu den reichweitenstärksten Instrumenten der Bevölkerungswarnung.

Ausbau der Warninfrastruktur im Landkreis Barnim

Der Landkreis Barnim hat seine Warninfrastruktur seit dem ersten bundesweiten Warntag im Jahr 2020 kontinuierlich modernisiert und erweitert. Während damals keine Sirene die technischen Voraussetzungen für eine Bevölkerungswarnung erfüllte, können inzwischen 62 Sirenen Warn- und Entwarnsignale aussenden. Alle modernisierten Sirenen werden heute zentral durch die Integrierte Regionalleitstelle NordOst ausgelöst, wodurch Warnmeldungen zeitgleich im gesamten versorgten Gebiet ausgesendet werden können.

Der weitere Ausbau des Sirenennetzes wird schrittweise fortgesetzt. So hat der Bund in diesem Jahr die Fördermittel zur Errichtung von vier zusätzlichen Sirenenstandorten bewilligt. Nach deren Errichtung wird sich die Warnabdeckung im Kreisgebiet weiter verbessern. Dennoch kann es in einzelnen Bereichen des Landkreises weiterhin vorkommen, dass noch keine Sirenenalarmierung möglich ist.

Bitte um Verständnis

Mit dem Warntag sind insbesondere durch Sirenen sowie Warnmeldungen auf Mobiltelefonen unvermeidbare akustische Beeinträchtigungen verbunden. Diese können beispielsweise den Schulbetrieb oder die Ruhezeiten von Schichtarbeitenden betreffen.

Landrat Daniel Kurth bittet deshalb um Verständnis: "Der Warntag ist eine wichtige Übung für unsere Sicherheit. Ich lade alle Barnimerinnen und Barnimer ein, den Probealarm bewusst wahrzunehmen und sich mit den vorhandenen Warnmitteln sowie dem richtigen Verhalten in Notlagen vertraut zu machen. Wer weiß, wie Warnungen funktionieren und wie im Ernstfall richtig gehandelt wird, trägt wesentlich zur eigenen Sicherheit und zum Schutz seiner Mitmenschen bei."

Zugleich weist der Landrat darauf hin, dass Sirenensignale insbesondere bei Menschen, die Krieg oder andere Gewalterfahrungen erlebt haben, Ängste auslösen können. Der Landkreis Barnim hat deshalb Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung Geflüchteter im Vorfeld über den Warntag informiert und bittet alle Bürgerinnen und Bürger, Betroffene entsprechend zu sensibilisieren und aufzuklären.

Wie sollte man sich im Ernstfall verhalten?

Der bundesweite Warntag ist ausschließlich ein Probealarm. Für die Bevölkerung besteht daher kein Handlungsbedarf.

Im tatsächlichen Gefahrenfall gilt jedoch grundsätzlich:

  • Ruhe bewahren,
  • offizielle Warninformationen verfolgen,
  • Fenster und Türen schließen,
  • Kinder sowie hilfsbedürftige Menschen unterstützen und
  • ausschließlich Informationen aus vertrauenswürdigen Quellen nutzen.

Weiterführende Hinweise finden Sie u.a. in der Broschüre "Notfallvorsorge" des Landkreises Barnim. Neben Hinweisen zum richtigen Verhalten im Ernstfall sowie zu Möglichkeiten der Vorbereitung finden Sie dort auch Informationen zu kommunalen Anlaufstellen (Katastrophenschutz-Leuchttürme).

Rückmeldung ausdrücklich erwünscht

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) begleitet den bundesweiten Warntag erneut mit einer bundesweiten Online-Befragung. Bürgerinnen und Bürger können dort ihre Erfahrungen mit der Probewarnung schildern. Die Rückmeldungen helfen dabei, die Warnsysteme in Deutschland weiter zu verbessern. Informationen hierzu sowie umfassende Hinweise zur persönlichen Notfallvorsorge stellt das BBK auf seiner Internetseite bereit.

Mehr Informationen finden Sie hier:

Robert Bachmann
Pressesprecher

Die Warnung und Entwarnung der Bevölkerung mittels Sirenen erfolgt über zwei unterschiedliche Tonfolgen:

Abb.: Landkreis Barnim