LAG Barnim veröffentlicht dritten Aufruf zum Regionalbudget
, LAG Barnim
Bis zu 20.000 Euro für Kleinprojekte im Barnim
Bis zum 31. Oktober haben Vereine und Verbände Zeit, ihre Projektideen bei der Lokalen Aktionsgruppe Barnim (LAG) einzureichen. Über das Regionalbudget können im Barnim Kleinprojekte im Rahmen der LEADER-Förderung unterstützt werden. Voraussetzung dafür ist die Auswahl der eingereichten Projektideen durch den Vorstand der LAG und eine Bewilligung der notwendigen Fördermittel durch das zuständige Landesamt. Ziel des Regionalbudgets aus Mitteln des Landes Brandenburg und der Europäischen Union ist es, das Engagement der Menschen vor Ort im ländlichen Raum zu unterstützen.
Keine Wirtschafts-, sondern Ehrenamtsförderung
"Bei der Auswahl der Kleinprojekte ist uns besonders wichtig, dass das Ehrenamt in den Vereinen durch die Projektumsetzung profitiert", erläutert Burkhard Horn, Vorsitzender der LAG Barnim. "Dies und einige andere Bewertungskriterien werden wir auf unserer Vorstandssitzung im November prüfen. Wir hoffen darauf, einen bunten Strauß an Projektideen zu einem Aktionsplan für das Regionalbudget 2026 zusammenstecken zu können und dass dieser dann auch durch das Landesamt für Ländliche Entwicklung in Prenzlau bewilligt wird", so Burkhard Horn weiter. Für das Regionalbudget stehen im Barnim in diesem Jahr 200.000 Euro zur Verfügung. Der finanzielle Rahmen für einzelne Projekte wurde von der LAG Barnim auf eine Förderspanne von 2.000 bis 20.000 Euro festgelegt, wobei kein Eigenanteil erforderlich ist. Wirtschaftsunternehmen und juristische Personen des öffentlichen Rechts, also Kommunen, sind nicht antragsberechtigt.
Förderung vielfältiger Projektkosten
"Über das Regionalbudget fördern wir in dieser Runde investive und nicht-investive Maßnahmen im ländlichen Raum unserer LEADER-Region", so Torsten Jeran, Regionalmanager der LAG Barnim. "Im Klartext heißt das, dass Fremdleistungen von Handwerker:innen sowie die Beschaffung von Materialien, Ausstattungen oder Technik gefördert werden können. Darüber hinaus sind auch Honorarausgaben, z.B. für Entwicklungs- und Nutzungskonzepte, Beteiligungsformate, Öffentlichkeitsarbeit, Kulturprojekte und außerschulische Bildung förderfähig", konkretisiert Torsten Jeran. Wichtig ist zudem, dass lediglich Projekte berücksichtigt werden können, die bis September des Jahres 2027 umgesetzt werden.
Stammtisch, Tribünen und Werkstatt-Café
David Sumser, zuständig für das Regionalbudget bei der LAG, berichtet: "Ein beispielhaftes Kleinprojekt aus dem Regionalbudget 2025 ist der Ausbau eines Dachgeschosses und die Anschaffung einer Rampe zur Reduzierung von Barrieren durch den HandKunst e.V. in Stolzenhagen. In dem ausgebauten, ehemaligen Stallgebäude findet regelmäßig ein "Werkstatt-Café" statt. Dort wird generationenübergreifend zu Themen wie Apfelsaftpressen, Nähen sowie Fahrrad- und Gerätereparaturen gearbeitet. Außerdem werden Flohmärkte und weitere Gemeinschaftsaktionen organisiert."
Ein weiteres Beispiel ist die Anschaffung mobiler Tribünenkonstruktionen durch den SV Biesenthal 90 e.V. Die flexiblen und barrierearmen Sitzgelegenheiten werden künftig für sportliche und kulturelle Veranstaltungen sowie Veranstaltungen in Kooperation mit der Stadt genutzt. "Ein nicht-investives Projekt wurde im Rahmen des Regionalbudgets 2024 in Liepe umgesetzt. Die Gemeinde hat dort einen Dorfentwicklungsstammtisch etabliert. Darüber hinaus wurde eine zentrale Informations- und Austauschplattform in Form einer Homepage entwickelt", ergänzt David Sumser.
Informationen zu den Auswahlkriterien, den Förderbedingungen sowie die notwendigen Formulare zur Einreichung von Projektideen stehen unter www.leader-barnim.de zur Verfügung.
Text: David Sumser