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Minister Crumbach informiert sich über die Fortschritte am Finowkanal

, Zweckverband Region Finowkanal

Von links: Dr.-Ing. Adolf Maria Kopp (Verbandsvorsteher); Stefan Diebetz (Schleusenwärter am Finowkanal), Daniel Kurth (Landrat Landkreis Barnim, Vorsitzender der Verbandsversammlung und Vorsitzender der WIN-AG) und Robert Crumbach (Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg)

Seit 2023 wird entlang des Finowkanals intensiv an der Modernisierung der Schleusen gearbeitet.

Am 25. April hat sich Infrastrukturminister Robert Crumbach gemeinsam mit Landrat Daniel Kurth, dem Vorsitzenden der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Region Finowkanal und Vorsitzenden der Wassertourismus Initiative Nordbrandenburg (WIN-AG), sowie Verbandsvorsteher Adolf-Maria Kopp vor Ort über den aktuellen Stand der Maßnahmen informiert.

Zum Auftakt führte der Besuch in den Stadthafen Liebenwalde am Langen Trödel, wo Bürgermeister Jörn Lehmann die Delegation empfing. Der westliche Finowkanal-Abschnitt Langer Trödel wurde als WIN-Projekt vor nunmehr zehn Jahren wieder schiffbar gemacht. Seither frequentieren ihn Bootsfahrer aus nah und fern. Die Anlage steht beispielhaft für eine gelungene Entwicklung moderner Infrastruktur für den Wassertourismus und bildet einen wichtigen Zugang zum Finowkanal. Der Stadthafen verdeutlicht das Potenzial, das in der Verbindung von touristischer Nutzung und regionaler Wertschöpfung liegt.

Minister Robert Crumbach betonte bei seinem Besuch eine weitere Neuerung: "Auf den Vorstoß der Wassertourismus Initiative Nordbrandenburg hin hat das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung die Landes-Charterbootverordnung angepasst. Das hat die schöne Folge, dass künftig auch der Ruppiner Kanal und die Ruppiner Wasserstraße zwischen Oranienburg und der Schleuse Alt-Friesack als Charterschein-Revier ausgewiesen ist. Hier können künftig Charterboote mit einer Länge von unter 15 Metern und einer Höchstgeschwindigkeit bis zu 12 Stundenkilometern führerscheinfrei gefahren werden. Ich freue mich, dass das MIL die Tourismusregion in dieser wichtigen Frage unterstützen konnte."

Im Anschluss stand die Schleuse in Ruhlsdorf auf dem Programm. Die Bauarbeiten befinden sich dort auf der Zielgeraden: Während die Außenanlagen derzeit finalisiert werden, stehen die letzten Schritte zur technischen Inbetriebnahme an. Im Fokus stehen insbesondere die Feinjustierung der Sensorik sowie die Erprobung des automatisierten Betriebs. Zur umfassenden Prüfung der Systeme werden in den kommenden Wochen Trocken- und Nassproben durchgeführt. Daran anschließend ist der Beginn des Probebetriebs vorgesehen, bei dem die Schleuse bereits genutzt werden kann, während die Abläufe unter realen Bedingungen weiter optimiert werden.

Letzte Station war die Schleuse Kupferhammer, die Teil des kommenden zweiten Schleusenpakets ist. Die geplante Sanierung stellt aufgrund der innerstädtischen Lage und der dichten umliegenden Wohnbebauung besondere Anforderungen an Planung und Umsetzung. Gleichzeitig entsteht auf angrenzenden Flächen das neue Hufnagelquartier mit rund 260 Wohneinheiten. Die parallele Entwicklung von Infrastruktur und Wohnraum unterstreicht die wachsende Bedeutung des Finowkanals als Standortfaktor für die Regional- und Stadtentwicklung.

Der Vor-Ort-Termin zeigt die enge Abstimmung zwischen Land, Landkreis und Zweckverband bei der Weiterentwicklung des Finowkanals. Ziel bleibt es, die historische Wasserstraße nachhaltig zu stärken und ihre Bedeutung für Tourismus, Wirtschaft und Lebensqualität der Bevölkerung vor Ort weiter auszubauen. Der Finowkanal reiht sich damit in die Projekte der WIN-AG ein, die darauf abzielt, durch Investitionen in die wassertouristische Infrastruktur das attraktivste Wassertourismusrevier im europäischen Binnenland gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommern zu entwickeln.