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Schulsozialarbeit an der Robinsonschule Bernau
Im Schulalltag Mobbingvorfällen und unangemessenem Verhalten begegnen
In der Robinsonschule initiierte die Schulsozialarbeiterin als bildungsunterstützende Leistung ein Projekt zum Thema "Achtsamkeit und achtsamer Umgang miteinander". Zuvor gab es einige Klagen darüber, dass es innerhalb des Schulalltags immer wieder zu Mobbingvorfällen und unangemessenem Verhalten der Schülerinnen und Schüler (SuS) untereinander komme.
Zu Beginn wurde mit den SuS das Thema des Gruppenprojektes und dessen Bedeutung gesprochen. Es zeigte sich ein hoher Redebedarf zu Vorfällen und negative Erfahrungen der SuS. Daraufhin äußerten die SuS welches Verhalten sich sich von den anderen wünschen, aber auch, wie sie in solchen Situationen reagieren würden. Teilweise ging es hierbei so emotional zu, dass Gruppenregeln aufgestellt werden mussten. Im Laufe den Gruppentreffen wurden alle Regeln anhand verschiedener Reaktionen, Ängste und Vorbehalte mehrmals präzisiert, so dass die SuS ihre Regeln ganz konkret verstehen und sich daran halten konnten.
Die Gruppentreffen wurden jeweils mit einer Achtsamkeitsübung begonnen. Die SuS wurden dazu angehalten, bewusst zu atmen und hierbei auf innere Prozesse und ihre Wahrnehmungen hierbei zu achten. Diese jeweils zu benennen ermöglichte den TeilnehmerInnen, Kontakt zu den eigenen Gefühlen und Empfindungen aufzunehmen. Eine Regel hierzu besagte, dass jede(r) in seinen Emotionen ernst zu nehmen sei und nicht bewertet wird. Eine weitere regelmäßige Übung war, zu benennen, was kürzlich, innerhalb der letzten Tage gut war und positiv wahrgenommen wurde. Diese Übung fiel allen schwer, weil die SchülerInnen eher geübt sind, das Negative klar zu erkennen und sofort benennen zu wollen. Das Ziel der Übung war, den Fokus auf Positives zu lenken, um mehr Dankbarkeit empfinden zu können. Da die SuS wussten, dass diese Übung jede Woche durchgeführt wurde, achteten sie immer bewusster auf das Positive in ihrem Alltag und konnten dieses immer leichter benennen.
In jeder Woche war eine Karte mit den Namen eines Teilnehmenden zu ziehen, um dieses Kind mit einer "warmen Dusche" wertzuschätzen. Nach der Beobachtung der Sozialarbeiterin hatten die SuS an dieser Übung besonders viel Freude. Hierbei ging es vor allem darum, Anderen etwas Freundliches mitzuteilen. Weiterhin lernten die SchülerInnen, wie sie sich gegen Anfeindungen oder unangenehme Begegnungen abgrenzen können. Hierzu übten die SchülerInnen eine klare Körpersprache, Blickkontakt und überzeugend zu äußern, was sie nicht möchten.
Als Abschluss des Projekts erhielten alle Teilnehmenden jeweils eine Urkunde mit den erfolgreichen Ergebnissen des Projektes. Nach Angaben der teilnehmenden Schüler:innen haben sie innerhalb des Projektes folgendes gelernt:
-Wie man sich mit Worten und Haltung gegen Mobbing wehrt
-Vertrauen - mit dem in der Gruppe Erzählten wurde vertrauensvoll umgegangen und nicht weitererzählt
-Miteinander vertrauensvoll umzugehen
-Die Wut äußern, ohne Schimpfwörter
-mit Grenzen und Emotionen umgehen